{"id":117,"date":"2015-07-27T23:04:55","date_gmt":"2015-07-27T21:04:55","guid":{"rendered":"http:\/\/neumai02.bn-paf.de\/esperanto\/?page_id=117"},"modified":"2016-03-22T21:09:12","modified_gmt":"2016-03-22T20:09:12","slug":"gustav","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/espera01.bn-paf.de\/?page_id=117","title":{"rendered":"Gustav"},"content":{"rendered":"<p>Um 1969 im Rahmen meiner landwirtschaftlichen Lehre den Meistertitel zu erreichen, wollte ich statt zuhause im eigenen Betrieb, ein Jahr lang in einem Auslandsbetrieb arbeiten. Ich hatte bis dahin aber keine Fremdsprache gelernt (damals gab es an der Hauptschule noch keinen Englischunterricht). Sollte ich nach Spanien gehen und also spanisch lernen oder lieber nach Frankreich, also franz\u00f6sich lernen? Oder lieber doch englisch, oder niederl\u00e4ndisch?<\/p>\n<p>Der B\u00e4ckermeister Karl Sch\u00e4ch wusste eine einfache L\u00f6sung: Lerne Esperanto und setze einfach eine Annonce in die Esperanto-Zeitung, dass du eine Lehrstelle auf einem landwirtschaftlichen Betrieb suchst, der Esperanto als Betriebs-Sprache verwendet. Auf meine Annonce hin meldeten sich 14 Betriebe aus verschiedensten L\u00e4ndern, die mich einluden, bei ihnen mein Praktikum zu machen. Ich lernte sehr schnell Esperanto. Jeden Tag schrieb ich mir 10 W\u00f6rter, die ich lernen wollte, auf einen Zettel und steckte ihn in meine Hosentasche. Mehrmals im Lauf des Tages nahm ich den Zettel in die Hand und versuchte, mich an die Esperanto-W\u00f6rter und ihre Bedeutung zu erinnern. Einmal pro Woche nahm ich am Esperanto-Kurs in Pfaffenhofen teil.<\/p>\n<div id=\"attachment_120\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/espera01.bn-paf.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/1975-08-Gustav-Neumairmit-Esperantisten1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-120\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-120 size-medium\" src=\"https:\/\/espera01.bn-paf.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/1975-08-Gustav-Neumairmit-Esperantisten1-300x191.jpg\" alt=\"1975-08-Gustav Neumair,mit Esperantisten1\" width=\"300\" height=\"191\" srcset=\"https:\/\/www.esperantopfaffenhofen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/1975-08-Gustav-Neumairmit-Esperantisten1-300x191.jpg 300w, https:\/\/www.esperantopfaffenhofen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/1975-08-Gustav-Neumairmit-Esperantisten1.jpg 765w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-120\" class=\"wp-caption-text\">Ich (Bildmitte) mit Esperantofreunden aus meiner Jugendzeit<\/p><\/div>\n<p>Leider konnte ich mein Praktikum im Ausland nie antreten, denn mein Vater brauchte mich nach seinem schweren Unfall f\u00fcr die Arbeit zuhause und sp\u00e4ter habe ich auf Bankkaufmann umgeschult. Aber mit Esperanto und der Esperanto-Jugend hat sich mir trotzdem die T\u00fcr zur Welt ge\u00f6ffnet.\u00a0 Ich war aktiv dabei, bis Familie und Beruf keine Zeit mehr daf\u00fcr lie\u00dfen.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter habe ich \u00fcber die VHS Englisch gelernt. F\u00fcnf Jahre lang habe ich mich bem\u00fcht und w\u00f6chentlich die Kurse besucht. Ich hatte eine hervorragende Lehrerin. Trotzdem kam ich nie auf das Niveau, das ich mit Esperanto schon nach einem Jahr erreicht hatte.<\/p>\n<p>Seit ich in Rente bin, kann ich endlich wieder mehr Zeit auf Esperanto verwenden. Meine Frau macht auch mit. Wir besuchen wieder Kongresse und Treffen und ich habe mich fortgebildet zum Esperanto-Lehrer. Ich hoffe, dass Zamenhofs wundervolle Idee immer mehr verbreitet wird. Esperanto als gemeinsame Zweitsprache w\u00e4re eine gute L\u00f6sung f\u00fcr das europ\u00e4ische Sprachenproblem.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um 1969 im Rahmen meiner landwirtschaftlichen Lehre den Meistertitel zu erreichen, wollte ich statt zuhause im eigenen Betrieb, ein Jahr lang in einem Auslandsbetrieb arbeiten. 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